Zeittafel Kreatives Schreiben

Diese Zeittafel stellt die Entstehung und Entwicklung des Schreibens dar. Sie führt von den frühesten Anfängen und den physiologischen Voraussetzungen für Sprache über erzählerische und mythologische Konzepte wie die Heldenreise zu den modernen Formen des kreativen Schreibens.

Zeittafeln haben – nicht nur in Sachbüchern – eine sehr wichtige Funktion: Sie ordnen das Material unter einem neuen Gesichtspunkt – eben dem der chronologischen Abfolge. Dies enstspricht nicht nur bei geschichtlichen Stoffen einer viel organischeren Logik als eine thematische Struktur. Auch in Biographien und Autobiographien biete sich dies an (vorbildlich: Die Lebensläufe in der Reihe der Rowohlt Bild Monographien, die am Schluß jeweils eine Zeittafel aufweisen). Mehr über die Zeittafel als Methode.

Schreiben im vielerlei Gestalt

Auf unserer Internet-Seite und in unseren Seminaren geht es in vielerlei Gestalt ums das Thema Schreiben (speziell auch ums Bücherschreiben und Autorencoaching sowie um das, was wir als HyperWriting bezeichnen). In dieser Chronologie soll ein wenig skizziert werden, wie sich das alles entwickelt hat. Einige Nebenthemen werden dabei einbezogen – so die Schreib-Blockaden und ihr Abbau. Auch hierbei hat sich die Psychoanalyse in der Folge Freuds verdient gemacht: Der amerikanische Psychoanalytiker Edmund Bergler hat 1950 den Terminus writer’s block eingeführt und erstmals detailliert Möglichkeiten zu ihrer Behandlung vorgestellt.

Es ist dabei interessant anzumerken, daß Freuds bahnbrechende Studien und die Beiträge der Psychoanalyse überhaupt zu diesem Gebiet von der akademischen Kreativitätsforschung unserer Tage (wie sie etwa Csikszentmihalyi 1996 vertritt) kaum zur Kenntnis genommen wird. Dabei ist Psychoanalyse im Grunde gleich bedeutend mit Kreativitätspsychologie – ist doch ihr Arbeitsgebiet die Erforschung und Auflösung von Blockaden auf allen nur denkbaren Ebenen, angefangen von den Blockaden der biologischen Kreativität (sexuelle Störungen) über die menschliche Beziehungskreativität (Aggression) bis hin zu den höchsten geistigen Leistungen.

Bei letzterem ist speziell relevant die psychoanalytische Erforschung des Narzißmus und seiner Manifestationen beachtenswert, wie sie die Selbstpsychologie in der Folge von Heinz Kohut erarbeitet hat. Aber so ist das eben in Zeiten, wo das Dünnbrettbohren Hochkonjunktur hat: An den Hochschulen regiert, auch in den Psychologie-Instituten, das Mittelmaß – mit gelegentlichen highligts. Und wer wirklich kreativ sein möchte, muß sich eigene Nischen schaffen. Freud hat dies um 1900 hellsichtig bald erkannt, woraufhin er die Psychoanalyse schuf – eben auch als ungemein kreative Bewegung. Ob diese auch heute, ein Jahhrhundert später, so kreativ ist wie zu Beginn – das sei dahingestellt.

Sigmund Freud war der Wegbereiter völlig neuer Möglichkeiten des Schreibens, die wir als HyperWriting auch in unseren Seminaren einsetzen. Bereits vor Freud (mit dem Stichjahr 1895), gibt es eine Reihe von eindrucksvollen Vorläufern und Vorbereitern des Creative Writing. Schon im Ägypten des Alterums war das Schreiben keineswegs auf reine Verwaltungsfunktionen oder auf religiöse und politische Funktionen (zum Beispiel Preisreden auf den Pharao) beschränkt. Tagebuchähnliche Selbsterfahrungstexte zeigen, daß auch schon vor Jahrtausenden Menschen schreibend Zwiesprache mit sich selbst hielten (z.B. das Gespräch eines Lebensmüden auf einem alten ägyptischen Papyrus, ca. 2000 v.Chr.)

Von Michel de Montaigne wird diese Selbstreflexion in seinen Essais zu einem Höhepunkt geführt, der Selbsterforschung und literarische Brillianz vereint und zugleich eine neue Textform erfindet: eben den Essay.

Mit seiner ersten Deutung eines Traums (Irmas Injektion) stößt Sigmund Freud in neue Bereiche vor, die das Schreiben zu einem Forschungswerkzeug und zugleich zu einem therapeutischen Instrument im doppelten Sinne machen: Selbstbeobachtung und Fremdbeobachtung erreichen eine nie vorher bekannte Tiefendimension. Deshalb hat Freud die von ihm entwickelte Psychoanalyse zu Recht als Tiefenpsychologie bezeichnet.

Auch Curiosa sind vertreten

In dieser Zeittafel werden auch Kuriositäten vermerkt, sofern sie einen Bezug zum Schreiben haben.

Wenn ein schreibbegabter junger Mann in seiner Begeisterung sich während einer SF-Convention in sein Zimmer zurückzieht und binnen drei Tagen einen kompletten utopischen Roman “in die Maschine haut”, der bald darauf sogar gedruckt wird (s. 1959: von Puttkamer), dann ist dies ebenso ein Beispiel für kreatives Schreiben wie eine Komödie, die von einer Schreib-Werkstatt handelt (1990: Lodge), oder dito als amüsanter Roman (1995: Hjorth) und ein Märchenroman, der uns zeigt, wie eine Erzählung überhaupt entstehen kann (1987: Heuck) oder ein Film über einen Schreib-Seminarleiter (Die Wonder Boys, Schmeiß die Mama aus dem Zug).

Und ein paar interessante Werke wie Mary Shelleys Frankenstein und Bram Stokers Dracula sind für den (angehenden) Autor ebenfalls interessant, weil sie etwas über den Hintergrund des kreativen Prozesses verraten: Frankenstein verdankt eine Entstehung einem Traum (1816) – und für die Niederschrift des Weltbestsellers Dracula bediente Stoker sich als einer der ersten Autoren einer Schreibmaschine (1897).

Mit dem Erzählen fängt alles an

Ernest Hemingway bemerkte einmal, so nebenbei: Jeder Mensch könnte einen Roman schreiben – über sein eigenes Leben. Nun wissen wir alle, daß in Wirklichkeit nur – vergleichsweise – wenige Menschen ein Buch, geschweige denn einen Roman schreiben. Aber ihre Lebensgeschichte jemandem mündlich erzählen, der daraus eine Dokumentation oder einen Roman macht – das kann im Prinzip jeder Mensch.

Der marokkanische Oppositionelle Azis Binebine war 1971 als junger Unteroffizier nach einem Putschversuch unter unmenschlichen Bedingungen im Wüstengefängnis Tazmamart eingesperrt worden. Als er – nicht zuletzt dank amnesty international – nach zwanzig Jahren endlich freikam, war er nicht in der Lage, dieses qualvolle Stück seines Lebens selbst zu berichten. Das tat für ihn Tahar Ben Jellouns in romanhafter Form: Das Schweigen des Lichts.

Mit dem Erzählen von (nicht nur solchen traumatischen) Erlebnissen fängt das an, was sich heute in vielfältiger Form als Hochkultur zeigt – die ja gleichbedeutend ist mit schriftlich niedergelegter Kultur.

Die Chronologie

1 – Vorstufen des Schreibens und frühe Schriftformen

Zeit Ereignis oder Entwicklung
300.000 bis 200.000 v.Chr. Die Menschen entwickeln die physiologischen Voraussetzungen für Sprache
Um 30.000 v.Chr. Primitive Höhlenmalereinen in Europa (erste schriftliche Zeichen)
Um 20.000 bis 4.500 v.Chr. Ritzungen auf Tierknochen als Vorläufer der Schrift
3.500 bis 3.000 v.Chr. Älteste bekannte Bilderschrift (Sumer)
3.000 v.Chr. Hieroglyphen-Schrift bei den Ägyptern
3.000 v.Chr. Labyrinth-Symbol als übergeordnetes Meta-Symbol (vielleicht Vorläufer der späteren wissenschaftlichen Metaphern- und Formel-Sprache?)
Um 2.650 v.Chr. wird in Ägypten das Gespräch eines Lebensmüden, aufgeschrieben (Textprobe).
Um 2.600 v.Chr. wird im Gilgamesch-Epos die damalige Welt der Götter, Dämonen und Helden verewigt. Zunächst geschah dies nur, wie bei allen Mythen, in mündlicher Form. Lange später erst, um 1.200 v.Chr., wurde das Epos auf einer Reihe von Tontafeln schriftlich fixiert.
2.500 v.Chr. Die Keilschrift beginnt sich von Mesopotamien über den ganzen Vorderen Orient auszubreiten
2.400 v.Chr. Im Papyrus Lansing preist ein ägyptischer Schreiber seinen Beruf: “Das Schreiben – für den, der es versteht, ist es nützlicher als jedes Amt / es ist angenehmer als Brot und Bier, als Kleider und Salben / es ist glückbringender als ein Erbteil in Ägypten und als ein Grab im Westen.” (Brunner 1957)
um 2.300 verwenden die Bewohner des Industals Siegel mit Bildsymbolen, die für die Kennzeichnung persönlichen Eigentums und als Unterschrift verwendet werden
Um 2.000 v.Chr Im ägyptischen Buch von der Himmelskuh wird berichtet, wie die Götter, nachdem sie das Menschengeschlecht im Zorn fast vernichtet hatten, den Mondgott Thoth auf die Erde schickten. Dieser Thot galt den Ägyptern des Altertums als der Erfinder der Schrift und – als der Gott der Träume. Beides aber, das Schreiben wie das Träumen – gehört kreativitätspsychologisch nahe zusammen.

Sehr ähnlich wie der ägyptische ist der chinesische Mythos. Dort ist es der Ur-Kaiser Fu-hsi, auch er ein männlicher Mondgott, der sich mit der Göttin Nü-Kua vereinigt. Er schafft, als Folge dieser Vereinigung, die Schrift und das älteste Buch der Welt – das I Ging, das heute noch eifrig (und mit Erfolg) als Weisheitsbuch benützt wird.

Bei den Juden der Antike finden wir den Brudermörder Kain als den Schöpfer der Kultur und damit wohl auch der Schrift . Die Bibel nennt Kain nicht ausdrücklich in diesem Zusammenhang – aber ist nicht das Kains-Mal, mit dem Gott selber den Brudermörder zeichnet und damit zugleich schützt, schon so etwas wie ein unübersehbares Schriftzeichen? Später übergibt Jahwe dem Moses die Gesetzestafeln, auf die er die Zehn Gebote (eines der ersten Bücher!) geschrieben hat.

Auf Kreta tauchen auf Tontafeln und siegeln bilderschriftliche Inschriften auf – offenbar ein eigenständiges Schriftsystem

1.600 v.Chr. ensteht auf Kreta in der minoischen Kultur der Diskos des Phaistos, der kreisförmig (und somit dem Labyrinthsymbol ähnlich) mit Schriftzeichen bedeckt ist, die niemand bisher entziffern konnte.
Um 1.500 v.Chr. erfinden die Hethiter eine eigene Schrift auf der Basis von Hieroglyphen. Zur gleichen Zeit werden in China Ideogramme (= Begriffszeichen) auf Bronzegefäße und in Orakelknochen geritzt.
1.400 v.Chr. In der Hafenstadt Ugarith entsteht das erste lautschriftliche Alphabet, das 300 Jahre später über die Phönizier im ganzen Mittelmeerraum verbreitet wird.
Etwa zur selben Zeit entsteht – aus frühen Orakelzeichen, in China das erste Schriftsystem (auf der Basis von zunächst rund 2.500 Silbenzeichen), die nach und nach auf die heute bekannten 50.000 Zeichen anwuchsen.)
Um 1200 v.Chr. wird das Gilgamesch-Epos niedergeschrieben.

Im Palast des antiken Griechenkönigs Nestor in Pylos findet man lange später (bei Ausgrabungen im 20. Jht.) Tontäfelchen des königlichen Archivs, die durch einen Brand ungewollt gehärtet wurden und so in unsere Zeit kamen. Eines dieser Täfelchen hält in minoischer Schrift die Anzahl von Ziegen fest, die zu einem bestimmten Zeitpunkt von zehn Männern gebracht (oder geholt) wurden. Auf der Rückseite dieses Täfelchens befindet sich ein Labyrinth – die älteste erhalten gebliebene Darstellung dieses aus Kreta stammenden Symbols, die sicher datiert werden konnte.

Um 250 v.Chr. “Das Indianervolk der Maya verfügte nach Ansicht von US-Forschern schon viel früher als bisher angenommen über eine eigene Schriftkultur. Wissenschaftler der Universität New Hampshire analysierten Hieroglyphen-Inschriften auf einem Steinbrocken, der in der Nähe einer Kammer der Las-Pinturas-Pyramide in Guatemala entdeckt wurde. Demnach ist die Schriftkultur der Maya genauso alt wie die anderer alter Kulturvölker Mittelamerikas. Die gefundenen Hieroglyphen entstanden rund 250 Jahre vor Christus.” (zit.n. Süddeutsche Zeitung vom 7. Jan 2006)

2 – Vorformen des Kreativen Schreibens

Zeit Ereignis oder Entwicklung
Um die Zeitenwende Bei den Germanen wird Odin (auch er, wie Fu-Hsi, ein Gott der Nacht), am Weltenbaum aufgehängt. Dort schafft er sterbend die Runen – und gibt sich damit selbst dem Leben zurück. In der Edda heißt es, im Vers zur zwölften Rune Tyr: “Ein Zwölftes kann ich, seh ich zittern im Wind / Den Gehängten am Holz / So ritz ich und Runen färb ich / Daß der Recke reden kann / Und vom Galgen geht.”
1572-73 Michel de Montaigne schreibt den ersten Band seiner Essais (dt.: Versuche ) nieder (Veröffentlichung: 1580 in Bordeaux, ergänzt 1586/87 und 1589 / 1676 auf den Index verbotener Bücher der katholischen Kirche gesetzt / seit 1999 in einer hochgelobten Neuübersetzung von Hans Stilett wieder vollständig deutsch zugänglich). Montaigne erfindet hiermit quasi die literarische Form des danach benannten Essay und prägt sie zugleich theoretisch und praktisch. Man kann diese Versuche in ihrer unglaublich modernen Frische (Montaigne nimmt keine große Rücksichten auf sich selbst und auf andere) zudem als Beginn einer Literatur verstehen, die sich wesentlicher Methoden des HyperWriting bedient – allen voran den autobiographischen Zugang.
1762 veröffentlicht Jean Jacques Rousseau (1712-78) seinen autobiographischen Roman Emile. Er legt darin nicht nur seine Erziehungsphilosophie dar, sondern verarbeitet zugleich (schreibtherapeutisch, würde man heute sagen) seine eigene schwierige Kindheit und Jugend. Ähnlich angelegt ist der
1785(-1790) von Karl Philip Moritz (1756-93) publizierte autobiographische Roman Anton Reiser. Beeinflußt vom Pietismus, ist er ein Dokument genauer Selbstbeobachtung und ein Paradebeispiel psychologisch feinsinnigen (Selbsterfahrungs-)Schreibens, das in jener Zeit zur Blüte kommt.
1816 Im Sommer treffen sich in der Villa Diodati am Genfer See drei Männer und eine Frau, um gemeinsam, aber jede(r) an eigenen Texten zu arbeiten. Es sind dies : Lord Byron, Percy Bysshe Shelley, John Polidori (Byrons Arzt) und dessen Frau Mary. Angeregt von der Lektüre von Gespenstergeschichten, die man sich abends am Kaminfeuer vorgelesen hatte, schlägt Byron vor, jeder der Gäste solle eine Schauergeschichte (englisch: Gothic Tale) schreiben.

Nach einer Periode “blanker Einfallslosigkeit”, erst in einem “halb schlafenden, halb wachen” Zustand, kommt Mary Shelley dann der zündende Einfall : Die Geschichte vom besessenen Wissenschaftler Dr. Frankenstein, der einen künstlichen Menschen aus Leichenteilen schaffen will, wurde geboren. Der Selbsterfahrungsanteil dieser schrecklichen Erzählung ist inzwischen bekannt: Die Autorin hatte vorher auf tragische Weise zweimal ein Baby verloren und eine literarisch-psychologische Analyse dieses Welt-Bestsellers und “ersten Science Fiction Romans” (Brian Aldiss ) zeigt deutlich die Spuren dieser Tragödie und den Versuch, sie schreibend aufzuarbeiten.

Man kann dieses historisch verbürgte „erste Schreib-Seminar” (es wurde übrigens von dem Regisseur Ken Russell schaurig-schön, wenn auch etwas langweilig, verfilmt und kam 1987 unter dem Titel Gothic in die Kinos) als Vorbild für die „schreibende Selbsterfahrung in der Gruppe“ betrachten, die heute typisch für Veranstaltungen des Creative Writing ist.

1831 Der Schauerroman Frankenstein von Mary Wollstonecraft-Shelley erscheint und wird sofort ein Riesenerfolg. Dreimal wird er kurz hintereinander von verschiedenen Autoren dramatisiert und in London auf die Bühne gestellt. Als Buch rasch ein Bestseller, wird der Stoff zum eigentlichen Hit erst im 20. Jahrhundert – mit mindestens sechs Verfilmungen.
Für das interessant ist der Roman nicht nur wegen seiner Entstehungsgeschichte (s.a. 1816), sondern weil am Ursprung ein Traum steht, der – psychodynamisch und tiefenpsychologisch hochinteressant – das Frankenstein-Motiv mit einer Totgeburt der Autorin verknüpft. (Details bei Aldiss 1973).

Hier wird Schreiben wirklich zur Verarbeitung eines persönlichen Themas (und Traumas). Das ist – genau wie die Arbeit mit Träumen – ein zentrales Motiv beim HyperWriting.

1849 Edgar Allen Poe (geb. 1809) stirbt am 7. Oktober, nicht zuletzt infolge seiner Alkohol- und Opiumsucht. Seine Geschichten sind durchweht von den Stimmungen der Drogenerlebnisse und der Paranoia des Süchtigen. Poes persönliches Schicksal ist vielleicht die typischste Karriere eines hochbegabten Künstlers, der die Drogen als untaugliches Mittel der Selbstheilung einsetzt – um letztendlich von ihnen zugrundegerichtet zu werden.
1862 Ludwig Börne veröffentlicht seinen (eigentlich satirisch gemeinten) Aufsatz Von der Kunst, in drei Tagen ein Originalschriftsteller zu werden. Er wird für Sigmund Freud, der den Text als Jugendlicher liest, später zur Anregung für seine erstmals 1895 angewandte Methode der Freien Assoziation bei der Analyse von Träumen und Äußerungen seiner Patienten.
1884 Sigmund Freud beginnt medizinische Experimene mit der Wunderdroge Kokain, von deren verheerenden Eigenschaften als Suchtdroge man damals noch nichts wußte. Er nimmt drei Jahre lang selbst immer wieder das Alkaloid, wird aber nicht süchtig; ein Jahrzehnt später setzt er sich mit den (unbewußten) psychischen Wirkungen jener Zeit anhand von Träumen auseinander (s.a. 1895).
Ohne es zu wollen, trägt Freud mit seinen fünf Studien über Coca (die erste ist in einem ausgesprochen enthusiastischen Ton geschrieben) zu einer ersten regelrechten Kokainwelle um die Jahrhundertwende bei.
1885 schreibt Robert Louis Stevenson in rasender Eile seine Erzählung Dr. Jekyll und Mr. Hyde, vernichtet sie und schreibt sie anschließend noch einmal. Es wird vermutet (Schultz 1971) daß der Dichter bei der Niederschrift dieser Novelle, die von den bösartigen Wirkungen eines seltsamen „weißen Pulvers“ handelt, selbst unter dem Einfluß eines solchen „weißen Pulvers“ stand: sein Arzt hatte ihm eine kokainhaltige Medizin gegen einen lang anhaltenden Nasenkatarrh verschrieben. Dies ist ein Beispiel für den Einsatz psychoaktiver Drogen zur Stimulierung des Kreativen Prozesses – wie man hier (und auch bei Freud s. 1884) sieht, kein sehr zuverlässiges Mittel, wenn auch (sehr selten) mit höchst eindrucksvollen Ergebnissen. (Dr. Jekyll und Mr. Hyde ist übrigens, neben Bram Stokers Drakula die bislang am häufigsten verfilmte Erzählung.)
1888 Erste publizierte Verwendung des Inneren Monologs (Stream of Consciousness) von Èdourd Dujardin in dem Roman Les Lauriers sont coupé.
1895 In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli träumt Sigmund Freud den Traum von Irmas Injektion. Seine kurz darauf vorgenommene Deutung dieses Traums mittels der Methode des Freien Assoziierens ist nicht nur die erste wissenschaftlich-psychologische Deutung eines Traums überhaupt, sondern zugleich die Einführung dieser neuen Methode in die Psychoanalyse und damit der Beginn eines völlig neuartigen Zugang zum menschlichen Seelenleben . Wie sich bald darauf zeigen sollte, ist es auch ein neues Werkzeug für die Schriftsteller geworden.

Der Traum und seine Deutung ist abgedruckt in Freuds sehr autobiographischem Buch Die Traumdeutung (Kapitel 6). Bahnbrechend ist dieses Buch für die Entwicklung des Kreativen Schreibens insofern, als Freud damit erstmals die Methode des Freien Assoziierens vorstellt (zu der er durch die Lektüre von Ludwig Börne angeregt wurde – 1862), die man heute als Beginn aller Brainstorming-Techniken bezeichnen kann.

Etwa zur selben Zeit publiziert Freud (gemeinsam mit seinem Mentor und Kollegen Josef Breuer) die Studien über Hysterie, worin die Methode der Freien Assoziation explizit eingesetzt wird, um seelische Störungen zu heilen.

1897 Bram Stokers Schauerroman Dracula erscheint. Abgesehen vom großen Erfolg, der diesem Bestseller als Buch und Film beschieden sein wird (als das Manuskript im April 2002 versteigert wird, beträgt allein dafür der Schätzpreis mehr als eine Millionen Dollar) ist interessant, daß Stoker einer der ersten Autoren ist, die sich der neuen Erfindung der Schreibmaschine bedienen.

3 – Creative Writing beginnt

Ab der Jahrhundertwende kann man nicht mehr nur von Vorläufern und Vorbereitern des Creative Writing sprechen. Sigmund Freud darf nicht nur mit seiner Methode der Traum-Bearbeitung mittels der Freien Assoziation (- oben 1895) als eine Art (ungewollter) Begründer des Creative Writing gelten, von dem alle späteren Wegbereiter gelernt und – direkt oder indirekt – profitiert haben. Er hat auch die Selbsttherapie durch Schreiben begründet (bei professioneller Begleitung könnte man dieses Geschehen als SchreibTherapie bezeichnen), hat diese Selbstanalyse und Selbsttherapie sein Leben lang gepflegt (am Anfang mittels Tagebuch und den ausführlichen Briefwechsel mit dem Freund Wilhelm Fließ – in späteren Jahre wohl nur noch durch seine immense Korrespondenz und seine vielen Sachtexte) – eine andere Therapie hat er ja nie gemacht.

Zeit Ereignis oder Entwicklung
1900 führt Arthur Schnitzler den Inneren Monolog (s.a. 1888) in die deutsche Literatur ein (Leutnant Gustl – erstmals am 25. Dez in der Neuen Freien Presse gedruckt).
1909 findet das vermutlich erste Schreibseminar an der Columbia University statt. (Focus Nr. 51 vom 16. Dez 1996). -
Zwölf deutsche Schriftsteller machen sich einen Jux daraus, gemeinsam einen Fortsetzungsroman zu veröffentlichen: Der Roman der Zwölf 1909.

Diese Technik des Co-Writing ist in Creative Writing-Seminaren sehr beliebt. Mehr darüber und weitere Beispiele finden Sie unter Round Robin.

1914 Sigmund Freud veröffentlicht einen Aufsatz, der schon im Titel anspricht, was nicht nur in der Psychoanalyse, sondern auch beim Schreiben die heilsamen Kräfte sind: Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten.
1915 beginnt André Breton, sich mit Freud und der Psychoanalyse zu beschäftigen.
1916 Anfänge des Dadaismus (“Cabaret Voltaire” in Zürich). Die zentralen Stichwörter in Hermann Kortes Buch Die Dadaisten laufen alle auf dasselbe hinaus: Fragmentierung, bis herunter auf die Buchstaben-Ebene (bis hin zur letzten Konsequenz treiben das die Sprachexperimente des HyperWriting mit Buchstabenwürfeln).
1919 Experimente der Surrealisten um Breton mit dem Automatischen Schreiben; in gewissem Sinne ist dies die Geburtsstunde des – literarischen – Surrealismus.
Ab 1920 aktive Teilnahme Bretons an der Dada-Bewegung.
1921 besucht Breton Freud in Wien.
1922 James Joyce veröffentlicht seinen Roman Ulysses (s. auch den französ. Vorläufer Dujardin von 1888). Im Schluß-Monolog der Molly Bloom gibt es weder Punkt noch Komma: ein drastisches Beispiel für Fragmentierung der geschriebenen Sprache. Noch viel weitergeführt haben das jedoch Dadaismus (s.a. 1916 und Surrealismus 1919).
1924 Manifest du Surrealisme von André Breton. Surrealismus und Dadaismus (s.a. 1916) propagieren Freie Assoziation und „Nonsense“-Übungen.
1933 erscheint die erste Ausgabe der Zeitschrift Minotaure mit Picassos Titelbild, das den stierköpfigen Bewohner des kretischen Labyrinths in imposanter, selbstbewußter Pose vorstellt.

“Die Surrealisten brachten unzweifelhaft etwas Neues durch ihre Kraft, ihren feurigen Glauben und hatten auch, unschätzbar für eine Zeitschrift, einen geschärften Sinn für das Verführerische und Seltene. Sie machten den Minotaure zum Schauplatz ihres Wollens und wußten ihm einen Reiz zu geben, der sich ungemein anregend erwies. Picasso hatte die Ehre, das erste Titelblatt entwerfen zu dürfen…” (Waldberg S. 95)

Der Surrealismus (Max Ernst, Salvador Dali und André -» Breton) ist die Kunstform, die dem Träumen am intensivsten verwandt ist und viel der Psychoanalyse verdankt. (Filme: Der Andalusische Hund von Bunuel, Montana Sacra von Jodorowsky, Träume von Kurosawa etc.) Entsprechend profitiert hiervon auch das Kreative Schreiben.

1936 Seit diesem Jahr “existiert der Magister-Studiengang des Iowa Writer’s Workshop. Dort haben bekannte Autoren wie Flannery O´Connor, John Irving, Jane Smiley oder T.C. Boyle studiert – geschadet hat es ihnen offenbar nicht.” (Focus Nr. 51 vom 16. Dez 1996).
40er Jahre Beginn der modernen Creative Writing-Bewegung in den USA.
1947 Laut einer Umfrage des Gallup-Institut in Louisville im US-Staat Kentucky möchten immerhin 3,4 Prozent der Befragten „vom Schreiben leben“ können. Überträgt man dieses Ergebnis auf die Bundesrepublik (80 Millionen Einwohner), so kommt man auf die stattliche Anzahl von 2,72 Millionen Menschen.

Vom 5. – 7. Sep trifft sich erstmals die Gruppe 47, gegründet und als Mentor begleitet von Hans Werner Richter. Hier ging es mit – teils recht heftiger – Kritik, manchmal mehr wie bei einem ständigen Wettbewerb zu als bei einer Schreib-Gruppe im Sinne des Creative Writing – gemeinsam geschrieben wurde offenbar nie, sondern nur fertige (druckreife) Texte vorgelesen. Aber man ermutigte sich auch gegenseitig. Immerhin entstammen dieser Gruppe zwei Nobelpreisträger (Heinrich Böll und Günter Grass) und viele wichtige Autoren der Nachkriegszeit (in manchen Fällen bis in unsere Tage aktiv) wie Hans Magnus Enzensberger, Walter Höllerer und Barbara König (um nur drei zu nennen). Richter hat sie liebevoll beschrieben in den 21 Portraits seiner biographischen Dokumentation Im Etablissement der Schmetterlinge (1986 bzw. 2004). Jedenfalls darf dieser literarische Club in dieser Zeittafel nicht fehlen.

1949 Der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell veröffentlicht seine Studie The Hero with a thousand Faces (dt.: Der Heros in tausend Gestalten). Sie ist das Ergebnis der Analyse von Hunderten von Mythen, Märchen und Erzählungen und stellt, in der Tradition des Tiefenpsychologen C.G. Jung, den Helden und seine Entwicklung (Heldenreise, Nachtmeerfahrt des Helden) als archetypischer Ablauf dar.

Ab den 70-er Jahren wird dieses Prinzip zum Modell für Hollywoods Drehbuch-Autoren (s. auch 70er Jahre und 1998: Christopher Vogler)

1950 erscheint in New York die Studie The Writer and Psycho-analysis des amerikanischen Psychoanalytikers Edmund Bergler. Dieser führt den Terminus writer’s block ein und beschreibt zum ersten mal ausführlich, wie man ihn am besten im Rahmen einer Psychoanalyse behandelt.

Durch unsere Seminarpraxis im Institut für Angewandte Kreativitätspsychologie sind wir aufgrund langjähriger Erfahrung mit Schreib-Blockaden der Meinung, daß dies auch in einem anderen Setting geht – wahrscheinlich sogar noch besser, als wenn man nur “darüber redet”: Nämlich indem während der Beratungsstunde konkret geschrieben wird. Im Rahmen einer Psychoanalyse der klassischen Form würde dies als Ausagieren abgewertet und war zumindest früher nicht üblich.

1956 Einige bekannte amerikanische Science Fiction-Autoren begründen in Milford, Pennsylvania, die Milford Science Fiction Writers Conference. Dort setzten sich etablierte Autoren – wie Damon Knight – mit Autoren am Anfnag ihrer Karriere zusammen und tauschten in einer entspannten, freundschaftlichen Atmosphäre berufliche und handwerkliche Erfahrungen aus. Dabei wurde stets an Texten gearbeitet.

Aus dieser Writers Conference entstand bald darauf die Organisation der Science Fiction Writers of America. In Bereich der SF – und deshalb wird dies hier übnerhaupt erwähnt – herrschte immer schon ein sehr kollegiales Miteinander der Autoren und ihrer Fans und eine äußerst kreative Atmosphäre.

Einer der Gründer, James Blish, zog 1972 nach England um (in einen Ort, der Milford-on-Sea hieß), und führte dort mit seiner Frau J.A. Lawrence diese Tradition bis 1988 weiter. (s.a. 1972)

1957 Lawrence Durrell veröffentlicht mit Justine den ersten Band einer Tetralogie, die ihm als Alexandria-Quartett Weltruhm verschafft. Zusammen mit den anderen drei Bänden (Clea, Balthazar, Mountolive) wird nicht nur ein betäubend sinnliches Bild der mediterranen Metropole Alexandria präsentiert, sondern zugleich eine hinreißende Liebesgeschichte von großartiger Komplexität, geschrieben in einer meisterhaften Sprache.

Außerdem versucht der Autor erstmals so etwas wie eine literarische Umsetzung des Einsteinschen Raum-Zeit-Kontinuums mit dessen (physikalischen) Konzept der Relativität. Die ersten drei Bände erzählen das komplexe Geschehen in der ägyptischen Stadt (die Durrell aus eigener Erfahrung sehr gut kannte) aus dem Blickwinkel von drei der Hauptfiguren (Justine, Clea, Balthazar); erste der vierte abschließende Band (von 1960) fast diese drei Zeitströme gewissermaßen auf einem gemeinsamen räumlichen Fundament zusammen.
Dieses Konzept, und deshalb wird es hier vor allem erwähnt, ließe sich auch mittels Kurzgeschichten umsetzen. Das Alexandria-Quartett kann hiermit als Modell dienen, wie bekannte Autoren – als eine Art Avantgarde – neue literarische Formen entwickeln, deren sich andere Autoren ab da bedienen können (vergl. hierzu auch die Einführung des Inneren Monologs durch Dujardin (s.a. 1888).

Auch die Schilderung des Schauplatzes (Ambiente), des Zeitkolorit (vor und während des zweiten Weltkriegs) und der Charaktere bieten vielfältige Anregungen für Creative Writers.

1959 Während einer Convention des Science Fiction Club Deutschland (SFCD) hatte ein schreibbegabter junger Mann plötzlich die Idee für eine Erzählung. Er zog sich in seiner Begeisterung während fast der gesamten Veranstaltung in sein Zimmer zurück und schaffte es, binnen drei Tagen einen kompletten utopischen Roman (von immerhin 168 Druckseiten in der Taschenbuch-Ausgabe) “in die Maschine zu hauen”.

Das Manuskript war so spannend und gut geschrieben, daß es bald darauf sogar gedruckt wurde. Der junge Mann, Jesco von Puttkamer, war damals Student der Ingenieurswissenschaften, folgte dann dem Ruf seinen Vorbilds Wernher von Braun in die USA und ist heute in führender Position für das Management des Mars-Projekts der NASA mit verantwortlich. Der Name seines Romans: Die Reise des Schlafenden Gottes.

Pat Gray hat diesen Schreibrekord allerdings (s.a. 1995) noch übertroffen, ähnlich Andreas Eschbach Anfang 2005 mit einer Schreibgruppe.

1964 Erster Clarion Workshop: Bekannte Autoren der Science Fiction (James Blish, Brian Aldiss und andere) lehren Fans, wie man Geschichten und Romane schreibt
(s.a. 1956 und 1972).
1968 Eine der vielen wegweisenden und bahnbrechenden Ereignisse dieses Schlüsseljahrs der Weltgeschichte ist die Gründung der ThemenZentrierte Interaktion (TZI) als neuartiger Methode, mit Gruppen kreativ zu arbeiten. Ruth C. Cohn war ursprünglich klassische Psychoanalytikerin in der Folge Sigmund Freuds, übernahm dann wesentliche Elemente der Gestalttherapie von Fritz Perls und entwickelte schließlich aus ihren Erfahrungen mit Gegenübertragung in Workshops mit Analytikerkollegen ihr eigenes Verfahren der TZI.

Für unsere eigene Arbeit im IAK ist diese Methode eines der wesentlichen Elemente der angewandten Kreativitätspsychologie. Unsere Weiterentwicklung des Creative Writing zum HyperWriting könnte man sogar durch eine ganz simple Formel charakterisieren – auch wenn es noch einiges mehr ist: HyperWriting = Creative Writing + Kreativitätspsychologie + TZI.

1969 Das Internet (zunächst: ArpaNet) wird aufgebaut. Um die Jahrtausendwende zeigt sich, daß es auch dem Schreiben völlig neue Möglichkeiten eröffnet (zum Beispiel die Zusammenarbeit mehrer Autoren am einem gemeinsamen Projekt). Für Recherchen ist das Internet inzwischen genauso unverzichtbar wie ein eigenes Archiv und eine eigene Bibliothek.

Außerdem hat bei einer Reihe von Autoren merklich den Schreibstil verändert: Wer einmal den Spaß am Surfen durch dieses gewaltige Menschheitsgedächtnis entdeckt hat, wird geradezu automatisch veranlaßt, auch frei assoziernd zu denken und zu schreiben und Texte nicht mehr nur als linear-logische Gedankenketten zu betrachten, sondern (auch) als Hypertext-Systeme, deren GedankenModule vielfach miteinander vernetzt sind.

70-er Jahre In Hollywood setzt sich bei den Drehbuch-Autoren zunehmend das Modell der Heldenreise (s.a. 1949) durch. Einer der ersten, der damit Erfolg hat, ist George Lucus. Seine Filmserie Star Wars basiert nach seinem eigenen Bekunden auf dieser Erzählstruktur (Warren 1997).

Der Psychotherapeut und Drehbuchautor Keith Cunningham hat das Modell in den Mittelpunkt seiner Drehbuch-Seminare gestellt (die er außer den USA auch in Deutschland anbietet, zum Beispiel an der Drehbuch-Werkstatt der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film.

1972 führten der bekannte amerikanische SF-Autor James Blish und seine Frau J.A. Lawrence die Tradition der Milford Science Fiction Writers Conference weiter (s.a. 1956). Im Herbst trafen sich erst in in Milford-on-Sea, später jeweils in Cheltenham (1989-90) and Margate (ab 1991) bekannte Autoren und Anfänger zum Ideen und Erfahrungsaustausch.
Regelmäßige Teilnehmer waren Bian Aldiss, Richard Cowper und Christopher Priest.
1973 entdeckte Gabriele Rico zufällig ihre Methode des Clustering, die sie ein Jahrzehnt später in ihrem Buch Writing the natural Way vorstellte.
1974 präsentiert Tony Buzan im Frühjahr erstmals sein Kozept der Mindmap in dem Buch Kopf-Training. Die Methode ähnelt verblüffend dem Clustering von Gabriele Rico (s.a. 1973), ist aber wohl zufällig parallel entstanden.
1976 Howard Greenfeld stellt in From Writer to Reader den komplexen Ablauf bei der Herstellung eines Buches vor – beginnend mit dem ersten Einfall des Autors bis zum fertig gedruckten Buch im Laden. In der deutschen Fassung (Bücher wachsen nicht auf Bäumen) wird mit Recht der Verleger Berthold Spangenberg als Ko-Autor genannt – mußte doch vieles anders beschrieben werden als im amerikanischen Buchmarkt üblich.

Das Buch informiert auch heutigen Tags (im Juli 2007) noch sehr präzise über alles, was mit dem Bücherschreiben zusammenhängt. Es sei deshalb, und weil es unseres Wissens nichts vergleichbares gibt, sehr empfohlen (man kann es in guten Bibliotheken ausleihen – es ist längst vergriffen). Manche Passagen sind allerdings inzwischen ziemlich antiqiert: Waren Composer, also computerisierte Setzmaschinen, im Jahr 1976 der allerneueste Schrei, aber Schreib-Computer für die Autoren selbst noch fernste Utopie (falls man überhaupt an so etwas gedacht haben sollte) – so kann sich heutzutage ein Autor ohne eine elektronische Version seines auf dem eigenen Laptop getippten Werkes in fast keinem Verlag mehr blicken lassen.

In England erscheint eine Untersuchung von Martin et al, der zufolge die Hälfte aller in Schulen abgefaßten schriftlichen Arbeiten in Prüfungssituationen zustandekommen – Schreiben also weit mehr ein Kontroll- als ein Lernmittel ist. (“Writing and Learning . . .”) Dies dürfte in deutschen Schulen und solchen anderer Ländern kaum anders sein – kein Wunder, daß viele Menschen später im Leben mit Schreiben keine sehr positiven Gefühle verbinden!

1977 Eine empirische Studie (zit. nach Uschtrin, S. 68) teilte 1977 mit, daß 28 % der befragten Gymnasiasten Gedichte schreiben oder geschrieben haben.
1978 Im New Yorker Stadtteil Manhattan wird The Writer’s Room gegründet – die erste Schriftsteller-Lounge, wo sich Autoren (meistens) in einem umgewandelten Großraumbüro oder Loft ein kleines preiswertes Abteil zum Arbeiten mieten können (Klute 2007).
1979 Eines der ersten Creative Writing-Seminare im deutschsprachigen Raum findet statt (Leitung: Jürgen vom Scheidt gemeinsam mit Elisabeth von Godin, einer TZI-Trainerin und Gestalttherapeutin).

„Wie aus dem ästhetischen Schriftsteller Kierkegaard der radikale Religiöse wird ! Wie aus dem gutbürgerlich zynischen Brecht der sozialistische Humanist wird. Deshalb die Behauptung: wer sich schreibend verändert, ist ein Schriftsteller.“ (Walser 1979, S. 42)

80er Jahre Creative Writing beginnt in Deutschland eine Bewegung zu werden (In den USA: 40er Jahre).
1981 “Ich messe dem Akt des Schreibens eine unermeßliche Macht bei. Doch kann wie eh und je der Akt des Schreibens verschiedene Masken aufsetzen. Es gibt Augenblicke, in denen man schreibt, weil man an einem Kampf teilzunehmen glaubt. Das war in den Anfängen meiner Laufbahn als Schriftsteller oder als Schreibender, der Fall. Und allmählich tritt schließlich die Wahrheit hervor, eine Wahrheit ohne Beschönigung: man schreibt, weil man das gern tut und weil es Lust bereitet. Der Wollust wegen.” (Roland Barthes)

Die Shell Jugendstudie gibt an, daß ein Viertel der Jugendlichen im Alter von 15-24 Jahren schreibt: Aufsätze, Gedichte, Tagebuch. Immerhin jeder zehnte rechnet sich zu den “intensiv Schreibenden”.

ca. 1983 C.V.Rock (1983. S. 13) zitiert eine wissenschaftliche Untersuchung (leider ohne Quellenangabe), derzufolge von 100 Bundesbürgern “mit echtem Interesse an Literatur”

  • 15 % geeignet sind, sich schriftstellerisch zu betätigen,
  • 20 % nach erfolgter Ausbildung gut und verständlich schreiben können,
  • zehn Prozent es niemals lernen werden,
  • und man die restlichen 55 % “als Durchschnitt bezeichnen kann”.
1985 In der Statistik des Bundespresseamts steht: “Die Verlagsunternehmen beschäftigten am 31. Dezember 1985 211.000 Mitarbeiter, darunter 15.700 Redakteure… Weitere 34.600 waren als freie Mitarbeiter tätig.” Das ergibt bereits 245.600 Menschen, die professionell mit dem Verfassen, Bearbeiten und Veröffentlichen von Texten beschäftigt sind.
1987 Im Sommer lädt die Evangelische Akademie Tutzing zum Thema Kreatives Schreiben ein – es kommen 45 Teilnehmer (drei Jahre später, in Loccum, sind es bereits mehr als 200 – s.a. 1990)

Sigrid Heucks Märchenroman Saids Geschichte, oder: Der Schatz in der Wüste bekommt den “Preis für Phantastische Literatur” der Stadt Wetzlar. Sie beschreibt darin – und deshalb wird ihr Buch in dieser Zeittafel zu recht angeführt – beispielhaft, wie Erzählungen entstehen. Während einer Karawane durch die Sahara, so die Fabel, gesellt sich ein geheimnisvoller Unbekannter zu den Reisenden. Dafür, daß die anderen ihm Schutz gewähren, erzählt dieser Said ihnen abends am Lagerfeuer in Fortsetzungen seine Geschichte vom Schatz in der Wüste. Was die Autorin tatsächlich macht, ist eine Antwort zu geben auf die Frage, die Kinder ihr bei Lesungen aus ihren vorangehenden Büchern gestellt hatten: Wie sie denn auf diese Ideen gekommen sei. Sie tut nichts anderes – und dies höchst spannend und kunstvoll – als den kreativen Prozeß bei der Genese einer Erzählung darzustellen. Dieser Said bezieht nämlich alle möglichen Vorfälle während der Reise und sogar die Reisenden selbst mit in sein Märchengespisnt vom Wüstenschatz ein – den man am Ende auch gut als das Garn verstehen kann, das er da mit seiner Erzählung spinnt.

Der britische Regisseur verfilmt unter dem Titel Gothic jene Episode im Leben der Frankenstein-Verfasserin Mary Wollstonecraft-Shelley, als ihr die Idee zu diesem Roman einfiel (s.a. 1816). Man kann dieses historisch verbürgte “erste Schreib-Seminar” als Vorbild für die “schreibende Selbsterfahrung in der Gruppe” betrachten, die heute typisch für Veranstaltungen des Creative Writing ist.

Der amerikanische Programmierer Scott Johnson aus Indianapolis gründet in diesem Jahr 1987 die Software-Firma NTERGAID, die ein kommerzielles Hypertext-System namens Hyperwriter entwickelte und vertrieb.

1988 Spuren der spirituellen Kraft des geschriebenen (göttlichen) Wortes findet man heute noch im Judentum: “Nachdem der Tempel zerstört wurde, haben wir uns auf den Talmud konzentriert. Danach leben wir, zweitausend Jahre später, immer noch.” (Immanuel Jakobovits, der höchsten Autorität der Juden in Großbritannien). Der Tempel zu Jerusalem, das Haus Gottes, wurde einst also abgelöst durch ein Buch, durch das geschriebene Wort. Von diesem darf kein Jota (das kleinste Schriftzeichen des hebräischen Alphabets) geändert werden, was erstaunlicherweise bis auf den heutigen Tag stets gelungen ist; das beweisen die Schriftrollen vom Toten Meer, deren Texte völlig identisch sind mit den Thora-Rollen unserer Zeit. Man bekommt angesichts solcher Zusammenhänge eine gewisse Ahnung davon, was Schreiben bedeuten kann – nicht nur für das Individuum, sondern für eine ganze Kultur.
1989 entwickelt Paul Allen (ein früherer Weggefährte von Bill Gates und Mitbegründer von Microsoft) sein Hypertext-Autorensystem Toolbook (Firma Asymetrix).
1990 Im Mai findet, bald nach der Wende, ein hochkarätiger Workshop Kreatives Schreiben statt. Gastgeber ist das Literaturinstitut Johannes R. Becher – das bald darauf, aus politischen Gründen, abgewickelt wurde, wie man das damals nannte.

Die Evangelische Akademie Loccum lädt ein zur Tagung "Was bewegt die Schreibbewegung?" Mehr als 200 Teilnehmer interessieren sich für dieses Thema (drei Jahre zuvor, in der Evangelischen Akademie Tutzing, waren es erst 45 bei der ersten Veranstaltung dieser Art auf deutschem Boden, s.a. 1987)

Die Hamburger Henri-Nannen-Schule und die anderen Journalisten-Schulen in München, Köln, Düsseldorf, Mainz sind (die einzigen) ernst zu nehmenden Ausbildungsstätten für schreibenden Nachwuchs. Allein am Münchner Friedmann-Institut bewerben sich alle zwei Jahre zu den Aufnahmeprüfungen 3.100 Männer und Frauen – von denen ganze 60 angenommen werden, 15 für das Münchner Institut, 15 für einen Ableger in Berlin und 30 für einen akademischen Ausbildungsgang an der Universität. Das Interesse, Schreiben zu lernen, ist also tatsächlich riesengroß.

Am 12. Mai Uraufführung von David Lodges Komödie The Writing Game. Darin wird auf amüsante Weise, wenn auch mit geringem Tiefgang, vorgeführt, wie ein etablierter Autor einigen Anfängern das Schreiben beibringen will. Der Mann (im Stück) mag schreiben können – aber wie man anderen das Schreiben beibringt oder gar, wie man eine Gruppe mittels TZI leitet, davon versteht er nichts – und schon gar nichts davon, wie man Schreib-Blockaden abbaut. Er dilettiert dabei ähnlich wie Michael Douglas alias Grady Tripp in dem Film Die Wonder Boys (s.a. 2000). Das Stück ist für den normalen Besucher eines Boulevard-Theaters wahrscheinlich eine Überforderung (weil es eine Reihe Anspielungen auf Schreib-Seminare enthält) – aber für Insider (also Freunde des Creative Writing) ist es ein köstlicher Genuß.

1992 Der Neurophysiologe Otto-Joachim Grüsser spricht im Herbst in einem Vortrag über Neurobiologie und Kulturgeschichte des Lesens und Schreibens über ein im Gehirn entdecktes Lese-Zentrum: “Um zu verstehen, daß für diese Leistung des Schreibens und Lesens Hirnregionen benützt werden, die in der Phylogenese sich für andere Aufgaben entwickelt haben, ist es erforderlich, eine allgemeine Grundfunktion von Schreiben und Lesen zu finden. Es ist dies die ‘visuelle pars-pro-toto-Funktion’…”
1995 schreibt der Politikdozent Pat Gray im Rahmen eines Schnellschreib-Wettbewerbs des Londoner Literaten-Cafés Groucho Club in 24 Stunden einen vollständigen Roman: The political Map of the Heart; darin schildert er seine Kindheitserlebnisse in Belfast. (Süddeutsche Zeitung, 22. März 1995).

In ihrem amüsanten Roman Zum Teufel mit den Männern verpflanzt Vigdis Hjorth ihre Protagonistin in eine Schreib-Werkstatt, wo eine Gruppe angehender Schriftsteller sich an Theaterstücken versucht. Schade, daß die norwegische Autorin sich allzu sehr von ihren Vorurteilen über Schreibseminare leiten läßt anstatt auszuloten, was so ein Setting tatsächlich für Möglichkeiten bietet. So bleibt es bei den zwischenmenschlichen Verwicklungen in diesem Kurs, der sich “als Magnet für sie skurrilsten Typen” erweist (so die Verlagswerbung). Als Kuriosität sei der Roman hier trotzdem angeführt – und als Beispiel, wie sich die Teilnahme an Schreibseminaren und Literaturwerkstätten allmählich als eigener literarischer Ort und Erzähl-Topos etabliert (s. auch David Lodges Komödie von 1990).

Für Autoren, die ähnliches vorhaben, sei darauf hingewiesen, daß ein Schreib-Seminar, gerade bei eigenen einschlägigen Erfahrungen, besser nicht als Ambiente gewählt werden sollte! Ein wenig Verfremdung ist hier, wie so oft in der Literatur, empfehlenswert. Wie es dennoch geht, kann man bei Susanna Moore nachlesen – in ihrem atemberaubenden Thriller Aufschneider lehrt die Hauptperson, Frannie, Creative Writing. Zufällig wird sie Zeugin eines Mordes – und gerät dadurch selbst in den mörderischen Sog eines Verbrechens. Toll geschrieben – allerdings mit einem unglaublich brutalen Schluß, für den man sich “warm anziehen” sollte…

Ab 1996 nehmen im Münchner Institut für Angewandte Kreativitätspsychologie (IAK) Überlegungen konkrete Gestalt an, die seit vielen Jahren selbst entwickelten oder aus der Creative Writing-Bewegung übernommenen Methoden und Übungen zu bündeln und unter einem ganzheitlichen Gesamtkonzept anzubieten, das HyperWriting genannt wird.
Nicht zuletzt soll dabei der Spaß am Schreiben wieder geweckt, ermutigt und gefördert werden.
1997 Am 1. Dez wird im Amtsblatt des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht in einer Sondernummer der neue “Lehrplan für die Hauptschule” publiziert, worin das Kreative Schreiben empfohlen wird. Die Lehrerin Antje Schmitz (die selbst schon lange Schreib-Seminare anbietet und in ihren Hauptschulklassen erfolgreich Kreatives Schreiben einsetzt, nimmt dies zum Anlaß, um zwei Bücher zu schreiben (s.a. 1998 und 2001)
1998 Christopher Vogler überträgt die Erzählstruktur der Heldenreise (s.a. 1949 und 70-er Jahre) auf den kreativen Prozeß, den ein Autor beim Schreiben eines Buches durchläuft: Der Autor schlüpft quasi syelbst in die Rolle des Helden und muß Prüfungen meistern und Hindernisse (Blockaden) überwinden, bis er ans Ende seiner Quest gelangt ist. Voglers Buch The Writer’s Journey ist eine Fundgrube für jeden, der schreibt. Der Titel der deutschen Übersetzung (Die Odyssee des Drehbuichautors) ist irreführend – dieses Konzept ist keineswegs auf Verfasser von Filmskripten beschränkt, sondern ist für jeden Autor, etablierte ebenso wie solche am Anfang ihrer Karriere, eine große Hilfe.

Von Dagmar Antje Schmitz erscheint Kreatives Schreiben in der Hauptschule. Es stellt, vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen als Lehrerin und Seminarleiterin, erstmals das Kreative Schreiben als “psychologische Hilfe und pädagogische Chance bei der Erziehungsarbeit in der Hauptschule” vor. Dies wird von ihr drei Jahre später in einem weiteren Buch vertieft (2001)

Filmographie und Bibliographie

Filme

  • Anderson, Wes (Regie): Rushmore. USA 1998 (Columbia)
  • Allen, Woody: Harry außer sich. USA 1997
  • Brooks, Albert (Regie): Die Muse. USA 1999 (October Films)
  • Forster, Marc (Regie): Schräger als Fiktion (Stranger than Fiction). USA 2006 (Paramount)
  • Hanson, Curtis (Regie): Die Wonder Boys. USA 2000
  • Jonze, Spike (Regie): Adaption. USA 2003
  • Madden, John (Regie): Shakespeare in Love. England 1999 (Warner Bros.)
  • Mankiewicz, Tom (Regie): Jack allein im Serienwahn. USA 1991 (MGM)
  • Sant, Gus van (Regie): Forrester gefunden (Finding Forrester). USA 2000 (Columbia)
  • Tafel, Sybille (Regie): Der Morgen nach dem Tod. Deutschland 2002
  • Weir, Peter (Regie). Der Club der toten Dichter. USA 1989 (Touchstone Pictures)

Bücher

  • anon.: "Teurer Untoter". Südd. Zeitung vom 8. Apr 2002.
  • anon.: Sindbad der Seefahrer. Insel Bücherei Nr. 128 (o.J. – ca. Leipzig 1920), S. 86.
  • Aldiss, Brian und David Wingrove: Trillion Year Spree.(1973/86) dt.: Der Milliardenjahretraum. Bergisch-Gladbach 1990 (Bastei Lübbe).
  • Barthes, R. in: B. Herzbruch und K. Wagenbach (Hrsg.): Freibeuter, 6. Folge, zit. n. Südd. Zeitung vom 16. Jan. 1981 (Wochenendbeilage).
  • Bergler, Edmund: The Writer and Psycho-analysis. New York 1950 (Doubleday).
  • Brunner, Hellmut: Altägyptische Erziehung. Wiesbaden 1957, S. 171 ff. (Aus dem Papyrus Lansing, einer Schulhandschrift des Neuen Reiches.)
  • Brunner-Taut, Emma: "Die Vernichtung des Menschengeschlechts…". In: Altägyptische Märchen. Düsseldorf 1965 (Diederichs) – zit.n. Kindlers Literaturlexikon, S. 9886. München 1974 (Kindler).
  • Campbell, Joseph: Der Heros in tausend Gestalten. (New York 1949) Frankfurt a.M. 1978 (Suhrkamp)
  • Crystal, David: Die Cambridge Enzyklopädie der Sprache. (Cambridge 1987) Köln 1998 (Parkland_Campus)
  • Cunningham -» Schlesinger.
  • Csikszentmihalyi, Mihaly: Kreativität. (1996) Stuttgart 1997 (Klett-Cotta).
  • DeVito, Danny (Regie): Schmeiß die Mama aus dem Zug. USA 1987.
  • Durrell, Lawrence: Alexandria Quartett. (1957-1960).
  • Ekschmitt, W.: Das Gedächtnis der Völker – Hieroglyphen, Schriften und Schriftfunde (1968). TB-Ausgabe München 1980 (Heyne), S. 92.
  • Eliade, M. (Hrsg.): Geschichte der religiösen Ideen, Bd. "Quellentexte". Freiburg i. Br. 1981 (Herder).
  • Fiedeler, F.: Die Wende – Ansatz einer genetischen Anthropologie nach dem System des I-Ching. Berlin 1976 (Kristkeitz).
  • ders.: Die Monde des I Ging. Symbolschöpfung und Evolution. München 1988 (Diederichs).
  • Golowin, S.: Die Magie der verbotenen Märchen – Von Hexendrogen und Feenkräutern. Hamburg 1973 (Merlin).
  • Greenfeld, Howard und Berthold Spangenberg: Bücher wachsen nicht auf Bäumen (From Writer to Reader). (1976) München 1979 (Ellermann).
  • Heuck, Sigrid: Saids Geschichte, oder: Der Schatz in der Wüste. Stuttgart 1987 (Thienemann).
  • Hjorth, Vigdis: Zum Teufel mit den Männern (Dod sheriff). (1995) München 1997 (Goldmann TB).
  • Jakobovits, I.: zit. n. Südd. Zeitung vom 20. Juni 1988, S.3.
  • Jellouns, Tahaer Ben: Das Schweigen des Lichts. Berlin 2001 (Berlin Verlag).
  • Kern, H.: Labyrinthe. München 1983 (Prestel), S.97, (Abb. 103).
  • King, Stephen: On Writing. New York 2000. (Dt. Das Leben und das Schreiben. München 2001 – Heyne).
  • Klute, Hilmar: "Eine Kabine in Manhattan". In: Südd. Zeitung vom 16./17. Mai 2007 (Wochenendbeilage, S. 1)
  • Könnecke, Ole: Doktor Dodo schreibt ein Buch. Hamburg 2001 (Carlsen Comics).
  • Korte, Hermann: Die Dadaisten. Reinbek 1994 (RoMon).
  • Lansing – s. Brunner 1957
  • Lodge, David: The Writing Game. (1990) Dt. Literatenspiele. München 1997 (Heyne TB).
  • Martin, n. et al: "Writing and learning across the curriculum". London 1976 (Ward Lock Educational). Zit. n. Crystall, David 1998
  • Moore, Susanna: Aufschneider (In the Cut). (1995). Reinbek 1997 (Rowohlt).
  • Münchhausen – zit.n. Golowin, S. 123.
  • Puttkamer, Jesco von: Die Reise des Schlafenden Gottes. München 1959 (Moewig).
  • Richter, Hans Werner: Im Etablissement der Schmetterlinge. (1986) Berlin 204 (Wagenbach).
  • Rock, C.V.: Erfolg mit Schreiben. Bonn 1983 (Norman Rentrop), S. 13.
  • Russell, Ken (Regie): Gothic. (1987).
  • Scheidt, Jürgen: Sigmund Freud und das Kokain. München 1973 (Kindler: Geist und Psyche).
  • Schmitz, Dagmar Antje: Kreatives Schreiben in der Hauptschule. Donauwörth 1998 (Auer).
  • diess.: Handbuch des kreativen Schreibens. Donauwörth 2001 (Auer).
  • Schlesinger, Thomas und Keith Cunningham: Screenwriter as Storyteller . München 1992 (Manuskript für Drehbuch-Werkstatt an der Hochschule für Fernsehen und Film, 13. – 17. Juli).
  • Uschtrin, Sandra: Autoren-Handbuch. München 2000 / 4. Auflage (Uschtrin-Verlag)
  • Vogler, Christopher: The Writer´s Journey. (1997) Dt. Die Odyssee des Drehbuchschreibers, Frankfurt am Main 1998 (Zweitausendeins).
  • Walser, M.: Wer ist ein Schriftsteller? Aufsätze und Reden. Frankfurt a.M. 1979 (edition suhrkamp Bd. 959).
  • Warren, Bill: "Der Mythenmacher" (Interview mit George Lucas). In: Starlog, Nr. 3 /1997.

© 2011 / 2001 für diesen Text: Jürgen vom Scheidt / Quelle: iak-talente.de

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: